Müssen wir überhaupt was tun? Die Replikation scheint ja zu laufen und an den SEPM komme ich ja über den [...] auch ran.
Das führt zu der Frage "Wozu eigentlich Replikation und mehrere Standorte?" Standorte (und Replikation) benutzt man hauptsächlich aus zwei Gründen (das gilt analog auch für Windows):
Erstens entlastet man die WAN-Leitung in Infrastrukturen mit geografisch verteilten Standorten, sowie die Verwaltung. Geht man mal davon aus, dass jeder dieser Standorte auch einen Administrator besitzt, sorgt man so dafür, dass die Informationen innerhalb der Gesamtstruktur konsistent bleiben. Im Falle eines Ausfalls der WAN-Leitung bleiben die Standorte arbeitsfähig.
Zweitens, in unserem Falle, benutzt man Standorte und Replikation sowohl zu Redundanzzwecken, als auch zur Lastenverteilung (Failover & Balancing). Fällt ein Server (physisch) aus, bleibt die Infrastruktur arbeitsfähig. Im Übrigen können sich die Clients auf die Standorte verteilen, was wiederum Last von den Servern nimmt und damit die Performance erhöht. Zu guter Letzt hat Redundanz auch den Vorteil, dass ich es im Wiederherstellungsfall leicht habe (Es sei denn, dass ein Fehler sich über die Gesamtstruktur repliziert hat). Ich installiere neu und repliziere die Informationen (Macht sich erst Recht unter Windows sehr gut).
So, zurück zum Thema: Wir wissen im Augenblick nicht sicher, was überhaupt noch funktioniert. Wir haben möglicherweise unsere Redundanz verloren und wir wissen nicht sicher, wie die Clients das eigentlich sehen. Können die noch kommunizieren, oder nicht.
Deswegen ist es ein absolutes NO-GO in der IT zu sagen, ich lasse etwas, was nicht richtig funktioniert, so wie es ist, weil ich ja sonst keine größeren Probleme habe.
Wir wollen Kosten und Zeit sparen, deswegen ist es wichtig Pro-Aktiv zu arbeiten und nicht erst darauf zu warten, dass etwas ganz kaputt gegangen ist, um dann möglicherweise einen halben Tag oder länger damit zu zu bringen alles wieder zu reparieren.
Es gibt nichts Wichtigeres beim Thema "Business Continuity", als Redundanz!
Im Übrigen gilt innerhalb des MOF- oder ITIL-Modells immer folgender Grundsatz:
Wie kann ich mit dem geringsten administrativen Aufwand meine Infrastruktur verwalten?


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